Bewirtungskosten werden selten wegen der Höhe gestrichen. Meist fehlt etwas auf dem Beleg.
Warum der Beleg entscheidet
Bewirtung aus geschäftlichem Anlass ist nur anteilig abziehbar, zuletzt zu 70 Prozent.
Fehlen die Pflichtangaben, entfällt der Abzug ganz. Nicht nur der gekürzte Teil.
Die Vorsteuer läuft getrennt davon und setzt eine ordnungsgemäße Rechnung voraus.
Diese Angaben gehören drauf
- Ort der Bewirtung
- Tag der Bewirtung
- Alle Teilnehmer namentlich, auch Sie selbst
- Konkreter Anlass
- Betrag samt Trinkgeld
Im Restaurant zählt nur die maschinelle Rechnung aus dem Kassensystem. Fehlendes ergänzen Sie handschriftlich.
Der Anlass: hier scheitert es meist
- Reicht nicht: „Geschäftsessen Müller“
- Reicht nicht: „Besprechung Projekt“
- Reicht: „Abstimmung Angebot Heizung Gemeindehaus, Preisrahmen“
- Reicht: „Jahresgespräch Lieferant Meier GmbH, Konditionen 2027“
Über 250 Euro auf Ihren Namen
Oberhalb der Kleinbetragsgrenze muss die Rechnung auf Ihr Unternehmen ausgestellt sein. Am besten gleich im Restaurant fragen.
Die häufigsten Fehler
- Anlass ist eine Kategorie statt eines Sachverhalts.
- Eigener Name fehlt bei den Teilnehmern.
- Über der Kleinbetragsgrenze ohne Empfänger.
- Nur der Kartenbeleg statt der Rechnung.
- Thermopapier verblasst: gleich am Tisch fotografieren.
- Angaben erst Wochen später ergänzt.
Zwei Sonderfälle
Nur eigene Mitarbeitende am Tisch: keine Bewirtung aus geschäftlichem Anlass, keine Kürzung.
Gemeinnützige Vereine prüfen zusätzlich, ob die Ausgabe zum Satzungszweck passt.
Am einfachsten: gleich am Tisch
Im Processing gibt es die Kategorie Bewirtung. Beleg fotografieren, Anlass und Teilnehmer eintragen, fertig.