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Ratgeber · Für Selbstständige

Stundensatz berechnen: der häufigste Rechenfehler

Vier Größen, ein Denkfehler, ein teurer Rabatt.

Wer zum ersten Mal einen Stundensatz festlegt, nimmt oft eine Zahl, die sich richtig anfühlt. Am Jahresende bleibt dann weniger als gedacht. Der Grund ist fast immer derselbe Rechenfehler.

Der Fehler: Arbeitsstunden statt bezahlter Stunden

Angebote, Rechnungen, Belege und Telefonate bezahlt niemand. Meist sind nur 50 bis 70 Prozent der Zeit abrechenbar. Beispiel mit 60 Prozent:

Bei 54.000 Euro Bedarf: geteilt durch 1.712 sind es 31,54 Euro, geteilt durch 1.027 sind es 52,57 Euro.

Zu niedrige Stundensätze entstehen meist durch einen zu großen Nenner.

Die vier Größen

Kranken- und Rentenversicherung gehören entweder in den Zielgewinn oder in die Kosten. Nicht in beides.

Was noch dazukommt

Der Satz ist netto. Die Umsatzsteuer kommt obendrauf. Die Einkommensteuer geht vom Gewinn ab, je nach Lage ein Viertel bis ein Drittel.

Was 10 Prozent Nachlass kosten

Bei 54.000 Euro Umsatz und 9.000 Euro Kosten bleiben 45.000 Euro. 10 Prozent Nachlass senken den Umsatz um 5.400 Euro, die Kosten bleiben.

10 Prozent weniger Preis sind 12 Prozent weniger Gewinn.

Untergrenze, kein Preis

Die Rechnung zeigt, ab wann ein Auftrag Geld kostet. Was Sie am Markt verlangen, hängt von Ruf, Nische und Auslastung ab.

Danach nachprüfen

Halten Sie Budget und Ist-Kosten je Projekt fest. Nach drei Aufträgen wissen Sie, ob 60 Prozent stimmen oder eher 45.

Häufige Fragen

Und in der Praxis?

Im Portal ist das schon eingebaut.